neues Bauchgefühl

neues Bauchgefühl

neues Bauchgefühl

Eine wundersame Reise zu sich selbst und am Ende hält man neues Leben in der Hand, jede Schwangerschaft ist eine einzigartige Erfahrung!  Aus „wir möchten“ wird > Familienglück. Aber zur Vorfreude gesellen sich oft auch Umstellungsschwierigkeiten und Unwohlsein. Das ist normal, jeder Tag bringt enorme Veränderungen und der gewohnte Rhythmus muss erst an das neue Bauchgefühl angepasst werden.

Keine Sorge du hast neun Monate Zeit dein Leben Stück für Stück neu auszurichten! Höre auf deine innere Stimme, nimm dir Zeit zu spüren und versuche einen ganzheitlichen Weg für dich zu finden.

Zeit der Anpassung – 1tes Trimester

Eine schwangere Frau ist ungewöhnlich empfindsam, auch wenn ihr Körper noch lange nicht zeigt, dass er einen kleinen Gast beherbergt! So kann es durchaus passieren das du dich in den ersten Schwangerschaftswochen oft unverstanden fühlst – dein Körper erbringt gerade enorme Leistungen, da kann es schon mal passieren das die Nerven blank liegen und du einfach heulen musst! Zudem können typische Schwangerschaftsbeschwerden den Tag echt vermiesen!

Spätestens nach ausbleiben der Regel wir klar, dass ein kleines Leben deine Einladung angenommen hat und dich (euch) als Eltern haben möchte! Auch für den werdenden Vater ist diese Erkenntnis eine enorme Herausforderung! Nun ist es wichtiger denn je, dass ihr über eure Gefühle, Empfindungen und Ängste sprecht. So wird geteilte Ratlosigkeit zu geteilter Freude und dann fängt die Sonne auch wieder zu scheinen an! 😉

Gegen Ende des ersten Trimesters nimmt schließlich der Bauchumfang zu. Auf diese Umstellungen reagiert dein Körper teils unangenehm: Übelkeit oder auch Erbrechen, Gelüste auf bestimmte Speisen oder ein erhöhtes Schlafbedürfnis, auch Kurzatmigkeit durch die erhöhte Herzfrequenz können da auftreten. Im Grunde zeigen diese Beschwerden eine innere Umorganisation auf: Zwei individuelle Wesen teilen sich nun einen Leib und richten sich miteinander ein.

Auch wenn ein Kinderwunsch schon länger im Raum gestanden ist, tun sich, wenn´s soweit ist, dann doch viele Fragen auf. Von Selbstzweifel bis hin zu Existenzängsten … versuch entspannt und positiv zu bleiben, es findet sich eine Lösung und wenn nicht, dann sprich deine Sorgen offen an! Dein Partner, Freunde, Eltern – sie alle stehen an deiner Seite und werden dich unterstützen! Trau dich, du darfst dir helfen lassen, du musst nicht alles allein stemmen! Bereits jetzt lässt sich das Sprichwort anwenden –

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.

afrikanisches Sprichwort
Vitamine, Mineralstoffe, gut verträgliche Ballaststoffe sollten nun auf deinem Speiseplan stehen! Alles was die Entwicklung anregt und deine Verdauung unterstützt, tut euch gut.

Auch wenn dein Körper auf Hochtouren arbeitet ist es dennoch nicht notwendig für 2 zu essen. Erst ab dem vierten Monat braucht dein Körper ca. 10% mehr Energie. Aber keine Sorge ab und zu darfst du auch mal unvernünftig sein und dir ein schönes Stück Kuchen oder Pizza gönnen.

Zeit der Gelassenheit – 2tes Trimester

Die erste Aufregung, inklusive der seelischen und körperlichen Anpassungen liegen nun hinter dir – und die Geburt ist noch weit entfernt. Go with the flow – im zweiten Drittel der Schwangerschaft hast du/ihr deinen Rhythmus wieder gefunden und du fühlst dich im Einklang mit deinem Baby und deiner Umwelt! Du bist rund und schön und wirst auch so wahrgenommen. Für die meisten Frauen – und werdenden Väter – ist dies die angenehmste Phase der Schwangerschaft – eine Zeit des Genießens!

Mit allen Sinnen schwanger sein – dein Kind nimmt die Welt über dich wahr und fängt jetzt an, sein Urvertrauen aufzubauen! Etwa ab der 17. SSW kann es akustische Reize wahrnehmen, dazu gehören die Stimmen seiner Eltern und Geschwister. Musikhören, zur Musik tanzen oder selber musizieren, alles stärkt die Verbindung und schafft Vertrauen! Ab der 20. SSW kannst du die Bewegungen deines Kindes wahrnehmen. Jede Schwangerschaft ist einzigartig, deshalb darf jede Frau, wenngleich die Ratschläge gut gemeinte sind, eigene Wege gehen – höre auf dein neues Bauchgefühl!

Auch wenn der Papa aktuell noch nicht so viele Aufgaben übernimmt, ist er dennoch eine wichtige Stütze! Gemeinsam das Abenteuer „Kind“ bestreiten. Praktische Aufgaben wie das Kinderzimmer einrichten, Händchen halten beim Arztbesuch oder die anschließende Karenzzeit aufteilen – Brutpflege beginnt bereits in der Schwangerschaft und ein fürsorglicher Vater kann immer gebraucht werden!

Dein Körper ist dein Tempel und auch Herberge für dein Kind, darum solltest du ihn gut pflegen! Pflegeprodukte welche die Haut elastisch halten, sowie gesunde Ernährung verstehen sich von selbst. Aber auch Bewegung und frische Luft gehören hier erwähnt. Schwanger sein heißt nicht, dass man krank ist und sich übertrieben schonen muss. Wenn die Schwangerschaft normal verläuft und der Arzt nichts dagegen einzuwenden hat, dann tu dir und deinem Kind Gutes und bleib aktiv! Bewegung fördert die Blutzirkulation, erhöht den Sauerstoffaustausch und hilft dir flexibel und kraftvoll zu bleiben! Egal ob du schwimmst, Rad fährst, spazieren gehst oder du Schwangeren-Yoga betreibst, geh die Sache entspannt an. Es gilt die Fitness zu erhalten, du musst aber keine Höchstleistungen erbringen – an erster Stelle steht immer das Wohlbefinden des Kindes!

Um im Alltag Bewegung zu integrieren und sich auf die bevorstehende Geburt gut vorzubereiten ist Yoga ideal! Als ganzheitlicher Weg zielt dieser nicht nur auf die Verbesserung des körperlichen, sondern auch des geistigen und seelischen Wohlbefindens ab. Zudem fördert es die Achtsamkeit für all die aufregenden Veränderungen. Es wirkt auf Körper, Geist und Seele und genau dies ist für Schwangere so wertvoll!

Wenn du nun neugierig geworden bist, dann kannst du dich gerne zu einem speziellen Yogakurs für Schwangere bei mir im YOGA GARTEN (ELKI Ried) anmelden!

Zeit des Wartens – 3tes Trimester

Bei den meisten Eltern setzt nun auch der Nestbau ein – Kinderwagen, Wickelplatz, Kinderbettchen, Babykleidung und ein Autositz für die Heimfahrt. Damit alles fertig ist, wenn Mami mit dem Baby nach Hause kommt!

Ich finde es absolut beeindruckend wie klug unser Körper ist und welche Leistungen er vollbringt! Instinktiv dehnt sich das Gewebe, die Bänder werden locker und das Zwerchfell wird nach oben gedrückt, damit das Baby mehr Platz bekommt. Die Brust bereitet sich auf den Säugling vor und vielleicht ist auch schon ab und zu ein Ziehen im Unterleib zu spüren.

In den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft stellt sich der Körper auf die Geburt ein. Das Baby setzt Fettreserven an und die Organfunktion wird bis zur Geburt noch voll ausgebaut.

Auch der Rest der Familie steuert auf den Tag X zu, Geschwisterkinder sollten beim Warten unbedingt mit einbezogen werden! Auch wenn das Baby mit Skepsis erwartet wird, darf diese Haltung sein, schließlich hat man sich seinen Platz in der Familie ja redlich erarbeitet.

Genau so wichtig wie das Vorbereiten ist aber auch das Warten. Bleib(t) entspannt, alles nimmt seinen Lauf – was heute nicht ist, kann auf morgen verschoben werden! Lass dich in der letzten Phase nicht stressen, im Gegenteil, geh alles etwas ruhiger an. Bleib Achtsam in jeder Hinsicht, vielleicht möchtest du mit deinem Partner noch mal ein Wochenende zu zweit genießen, gemeinsam entspannen! Nach der Geburt bleibt dafür nicht mehr ganz so viel Zeit.

Und dann hältst du das neue Leben in deinen Händen! Überwältigt von Gefühlen, fassungslos und dankbar, blickst du in eine gemeinsame Zukunft.

Auch wenn du nicht immer alle Aufgaben perfekt lösen wirst – Mami sein, will geübt werden! Bald findet ihr zwei euren gemeinsamen Rhythmus. Die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind wird von einer großen Wachheit begleitet! Wenn das Baby geboren ist, reagiert es sofort auf die ihm vertrauten Menschen. Unzählige innige Momente festigen während der gesamten Säuglings- und Kleinkindzeit diese Bande. Zweifle nicht an dir, gemeinsam findet ihr euren „flow“.